Für das Scannen aus der Nähe, etwa bei einer Visitenkarte oder einer Speisekarte auf dem Tisch, sollte ein QR-Code mindestens etwa 2 × 2 cm (0,8 Zoll) groß sein. Für alles, was aus größerer Entfernung gescannt wird, gilt die gängige Faustregel, dass der Code mindestens ein Zehntel der Scan-Entfernung groß sein sollte: etwa 10 cm für ein Plakat, das aus 1 Meter gelesen wird, und 30 cm für ein Schaufenster, das aus 3 Metern gelesen wird.
Die tatsächliche Mindestgröße hängt außerdem davon ab, wie viele Daten im Code stecken, von der Fehlerkorrektur, dem weißen Rand, den Farben, der Druckqualität und der Oberfläche. Hier erfährst du, wie jeder dieser Faktoren die Größe beeinflusst, wie du sie berechnest, und bekommst eine Checkliste für die Zeit vor dem Druck.
• Praktisches Minimum: etwa 2 × 2 cm für Codes, die aus der Nähe gescannt werden; auf Tischkarten sind 3–4 cm sicherer.
• Abstandsregel: Breite des Codes ≈ Scan-Entfernung ÷ 10 (eine Faustregel, kein Standard).
• Kurze Links ergeben einfachere Codes, die sich bei gleicher Größe aus größerer Entfernung scannen lassen.
• Lass eine Ruhezone (einen leeren weißen Rand) von 4 Modulen um den Code herum frei.
• Druck einen Probedruck und teste ihn mit mehreren Handys, aus der echten Entfernung und bei echtem Licht.
Wie groß muss ein QR-Code mindestens sein?
Der QR-Code-Standard ISO/IEC 18004 legt keine feste Mindestdruckgröße fest. Er beschreibt den Code in Modulen, den kleinen schwarzen und weißen Quadraten, aus denen der Code besteht. Theoretisch kann ein Code winzig sein, aber in der Praxis leidet das Scannen unter älteren Kameras, zittrigen Händen, schwachem Licht und kleinen Druckfehlern. Deshalb gelten etwa 2 cm als übliche praktische Untergrenze für einen einfachen Code, etwa einen kurzen Weblink.
Enthält der Code mehr Daten oder ein Logo oder wird er in einem schummrigen Restaurant gescannt, mach ihn größer. Für Tischaufsteller und Speisekarten sind 3–4 cm eine angenehme Größe, die fast jedes Handy sofort liest.
Die Abstandsregel: ein Zehntel der Scan-Entfernung
Die am häufigsten zitierte Faustregel aus der Druck- und Verpackungsbranche ist ein Verhältnis von 10:1 zwischen Entfernung und Größe. Teile die Entfernung zwischen der Person und dem Code durch zehn, dann hast du die Mindestbreite des Codes.
- Gescannt aus 50 cm → mindestens 5 cm breit.
- Gescannt aus 2 m → mindestens 20 cm breit.
- Gescannt aus 10 m → mindestens 1 m breit.
Die Regel geht von einem recht einfachen Code (einem kurzen Link), gutem Kontrast und ordentlichem Licht aus. Ist dein Code dicht oder sind die Bedingungen schlecht, rechne 20–50 % obendrauf. Bei Entfernungen unter etwa 20 cm bleib beim Minimum von 2 cm, auch wenn die Regel einen kleineren Wert ergibt.
Empfohlene QR-Code-Größen nach Einsatzzweck
Diese Größen ergeben sich aus der 10:1-Regel plus der Untergrenze von 2 cm. Sie sind Richtwerte für einen einfachen Code mit gutem Kontrast. Bestätige sie immer mit einem gedruckten Test.
| Wo der Code hinkommt | Typische Scan-Entfernung | Empfohlene Mindestgröße |
|---|---|---|
| Visitenkarte, Etikett, Aufkleber | 10–25 cm | 2 × 2 cm (0,8 Zoll) |
| Tischaufsteller, gedruckte Speisekarte, Tischaufkleber | 30–50 cm | 3–5 cm (1,2–2 Zoll) |
| Flyer oder Handzettel (A5) | 30–60 cm | 3–6 cm (1,2–2,4 Zoll) |
| A4-Plakat an der Wand oder auf der Theke | 1–1,5 m | 10–15 cm (4–6 Zoll) |
| Schaufenster, Kundenstopper auf dem Gehweg | 2–3 m | 20–30 cm (8–12 Zoll) |
| Großes Banner oder Plakatwand | 5–20 m | 50 cm–2 m (20 Zoll–6,5 Fuß) |
Was beeinflusst die Größe, die du brauchst?
1. Die Datenmenge (die QR-Version)
Ein QR-Code vergrößert sein Modulraster, damit seine Daten hineinpassen. Die kleinste, Version 1, hat 21 × 21 Module, und jede Version fügt pro Seite 4 Module hinzu, bis Version 40 mit 177 × 177. Mehr Daten heißt mehr Module. Bei gleicher Druckgröße heißt mehr Module kleinere Module, und die sind aus der Entfernung schwerer zu lesen.
Deshalb helfen kurze Links. Ein Link wie yourrestaurant.com/menu ergibt einen einfachen, offenen Code. Ein 120 Zeichen langer Link voller Tracking-Parameter ergibt einen dichten. Ist dein Link lang, richte eine kurze, dauerhafte Adresse auf deiner eigenen Website ein. Unser Leitfaden zu statischen vs. dynamischen QR-Codes erklärt, wie du den Link kurz hältst und trotzdem ändern kannst, wohin er führt.
2. Die Fehlerkorrekturstufe
Fehlerkorrektur sind zusätzliche Daten, mit denen ein Handy den Code auch dann lesen kann, wenn ein Teil davon verschmutzt, zerkratzt oder von einem Logo verdeckt ist. Es gibt vier Stufen: Niedrig (etwa 7 % lassen sich wiederherstellen), Mittel (15 %), Quartil (25 %) und Hoch (30 %). Eine höhere Stufe ist robuster, fügt aber Module hinzu. So wächst derselbe 40 Zeichen lange Link:
| Fehlerkorrektur | Kann wiederherstellen | QR-Version | Rastergröße |
|---|---|---|---|
| Niedrig | ~7 % | 3 | 29 × 29 |
| Mittel | ~15 % | 3 | 29 × 29 |
| Quartil | ~25 % | 4 | 33 × 33 |
| Hoch | ~30 % | 5 | 37 × 37 |
Für einen sauberen Druck in Innenräumen reicht meist Mittel. Wähle Quartil oder Hoch für Codes mit Logo oder für Codes, die schmutzig werden – etwa auf Tischen, Außenschildern und Aufklebern, die oft angefasst werden.
3. Logos
Ein Logo in der Mitte verdeckt Module, und die Fehlerkorrektur muss sie rekonstruieren. Halte Logos klein, ungefähr 20–25 % der Codebreite oder weniger, erhöhe die Fehlerkorrekturstufe und mach den Code zum Ausgleich etwas größer.
4. Die Ruhezone
Die Ruhezone ist der leere Rand um den Code. Sie zeigt der Kamera, wo der Code anfängt und aufhört. ISO/IEC 18004 schreibt für Standard-QR-Codes eine Ruhezone von 4 Modulen auf jeder Seite vor. Viele Handys kommen mit weniger aus, aber Text, Rahmen oder ein unruhiges Foto direkt am Code sind ein häufiger Grund, warum er sich nicht scannen lässt. Denk daran, die Ruhezone einzuplanen, wenn du den Platz in deinem Design festlegst.
5. Kontrast und Farben
Verwende immer dunkle Module auf hellem Hintergrund. Schwarz auf Weiß ist am sichersten. Marineblau, Dunkelgrün, Bordeaux oder Dunkelbraun auf Weiß oder Creme funktionieren ebenfalls gut. Vermeide hellgraue, gelbe oder pastellfarbene Codes und invertierte Codes (hell auf dunkel), an denen manche Handys scheitern.
6. Druckauflösung und Dateiformat
Eine scharfe Kante an jedem Modul ist wichtiger, als du vielleicht denkst. Bei einem unscharfen, hochskalierten Bild laufen die Module ineinander.
- SVG ist ein Vektorformat. Es bleibt in jeder Größe perfekt scharf und ist deshalb die beste Wahl für Druckereien und Grafiker sowie für alles, was größer als A4 ist.
- PNG mit 2048 px reicht für Tischkarten, Flyer und A4-Plakate. 4096 px sind besser für große Drucke, wenn SVG keine Option ist.
7. Die Oberfläche und das Licht
- Glänzendes Laminat spiegelt Deckenlampen und Fenster, und die Spiegelung kann einen Teil des Codes verdecken. Eine matte oder Soft-Touch-Oberfläche ist sicherer.
- Gewölbte Oberflächen wie Flaschen, Becher und Gläser verzerren den Code. Halte ihn im Verhältnis zur Wölbung klein oder platziere ihn auf dem flachsten Teil.
- Stoff und strukturiertes Papier lassen die Kanten verschwimmen. Mach den Code größer und nutze starken Kontrast.
- Beleuchtung: Ein Speiseraum bei Kerzenlicht oder eine Terrasse am Abend sind eine Herausforderung für Handykameras. Mach den Code größer und teste unter echten Bedingungen.
So berechnest du die richtige Größe
- Miss die Scan-Entfernung: Wo steht oder sitzt die Person tatsächlich?
- Teile durch 10. Das ergibt die Grundgröße.
- Passe an: Rechne 20–50 % dazu für einen langen Link, ein Logo, hohe Fehlerkorrektur, glänzendes Material oder schlechtes Licht.
- Beachte die Untergrenze: Geh nie unter etwa 2 cm.
- Plane die Ruhezone in deinem Layout um den Code herum ein.
Beispiel: Ein Café möchte einen Code im Schaufenster, den Leute auf dem Gehweg aus etwa 2,5 m scannen können. 250 cm ÷ 10 = 25 cm. Der Code hat ein Logo und kommt hinter Glas, das die Straße spiegelt, also rechnet das Café etwa 20 % dazu und druckt ihn in 30 × 30 cm, plus einen weißen Rand von 4 Modulen.
Du kannst auch die Modulgröße prüfen. Ein Code der Version 3 (29 Module), gedruckt mit 2 cm, hat Module von etwa 0,7 mm. Bei 4 cm sind es etwa 1,4 mm, was die meisten Handys aus Tischentfernung problemlos lesen.
So stellst du es im kostenlosen Generator ein
Unser kostenloser QR-Code-Generator hat die Einstellungen, die du für einen Code brauchst, der sich in seiner Druckgröße gut scannen lässt:
- Stell unter Erweitert die Fehlerkorrektur ein: Automatisch wählt eine sinnvolle Stufe (und erhöht sie, wenn du ein Logo hinzufügst), oder du wählst selbst Niedrig 7 %, Mittel 15 %, Quartil 25 % oder Hoch 30 %.
- Ebenfalls unter Erweitert stellst du die Ruhezone (weißer Rand) ein. Nimm 4 Module, wenn der Code in deinem Design nah an anderen Elementen steht.
- Nach jeder Änderung prüft der integrierte Scan-Test den Code. Achte auf Scan-Test bestanden. Bekommst du eine Warnung, folge ihren Tipps (zum Beispiel mehr Kontrast oder ein kleineres Logo).
- Wähle beim Herunterladen SVG für den Druck oder PNG mit der Bildgröße 2048 (Druck) oder 4096 px (Großdruck).
Test-Checkliste vor dem Druck
Die Vorschau auf dem Bildschirm reicht nicht. Bevor du eine komplette Auflage bestellst:
- Druck einen Probedruck in echter Größe auf dem echten Material (oder so nah dran wie möglich).
- Teste mit mehreren Handys, mindestens einem iPhone und einem Android-Handy, darunter ein älteres Handy mit schwächerer Kamera.
- Scanne aus der echten Entfernung und dem echten Winkel: sitzend am Tisch, stehend an der Theke, im Vorbeigehen am Schaufenster.
- Teste bei echtem Licht: Abendservice, Sonne auf dem Schaufenster, die Lampen über der Bar.
- Prüf den Link über mobile Daten bei ausgeschaltetem WLAN. Er sollte sich schnell öffnen und auf dem Handy gut aussehen.
- Prüf, ob die Ruhezone das Layout überstanden hat und ob der Beschnitt oder ein Rahmen nicht hineinragt.
- Füg eine Handlungsaufforderung hinzu, etwa „Scanne für unsere Speisekarte“, damit die Leute wissen, was sie erwartet.
QR-Codes für Restaurant-Tische
Für Tischaufsteller, Speisekarten und Tischaufkleber solltest du 3–4 cm anpeilen, mit einem kurzen Link, matter Oberfläche und dunklen Farben auf hellem Grund. Wenn du eine vorhandene PDF-Speisekarte online stellst, erklärt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine Speisekarte als PDF online stellst und einen QR-Code erstellst, wie du sie hostest und den Link dauerhaft hältst.
Wenn du dir das Ausrechnen der Größe und den Druck lieber sparst, bekommst du mit QR Dining eine mobile Speisekarte mit einem kurzen, dauerhaften Link, und gedruckte Aufkleber mit deinem persönlichen QR-Code für die Tische sind inklusive. Der QR-Code ändert sich nie, auch wenn du Gerichte und Preise aktualisierst.
Häufig gestellte Fragen
Wie klein darf ein QR-Code sein?
Für zuverlässiges Scannen im Alltag etwa 2 × 2 cm (0,8 Zoll) bei einem einfachen Code wie einem kurzen Link. Kleinere Codes können mit sehr kurzen Daten und hochwertigem Druck funktionieren, teste sie aber immer vorher.
Wie groß sollte ein QR-Code auf einem Plakat sein?
Nutze die Abstandsregel: etwa ein Zehntel der Scan-Entfernung. Ein A4-Plakat, das aus 1–1,5 m gescannt wird, braucht einen Code von ungefähr 10–15 cm. Ein Plakat, das quer durch den Raum gelesen wird, braucht einen größeren.
Welche Größe braucht ein QR-Code für einen Tischaufsteller oder eine Restaurant-Speisekarte?
3–4 cm sind eine angenehme Größe für Codes, die im Sitzen aus etwa 30–50 cm gescannt werden. Geh auf bis zu 5 cm, wenn der Code ein Logo hat oder der Raum schwach beleuchtet ist.
Braucht ein QR-Code einen weißen Rand?
Ja. Die Ruhezone, laut ISO/IEC 18004 ein leerer Rand von 4 Modulen auf jeder Seite, hilft der Kamera, den Code zu finden. Ohne sie können Text oder Grafiken in der Nähe das Scannen verhindern.
Soll ich für den Druck PNG oder SVG herunterladen?
SVG ist für den Druck am besten, weil es in jeder Größe scharf bleibt. Wenn du PNG brauchst, wähle 2048 px für normalen Druck oder 4096 px für große Formate.
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Erstelle einen kostenlosen QR-Code ohne Ablaufdatum mit der richtigen Fehlerkorrektur und Ruhezone, prüf, ob Scan-Test bestanden angezeigt wird, und lade ein druckfertiges SVG oder ein PNG mit 4096 px herunter. Ohne Anmeldung.
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